Ich bin der HERR, dein Gott! April 2026

Aus der Finsternis befreit vom Licht der Welt: Maria Magdalena

Maria Magdalena hatte sich mit dem Okkulten eingelassen und war in fesselnde Gebundenheit geraten. Sie war tief in diese verborgene und finstere Welt eingedrungen. Glück, Erfüllung oder Frieden für ihr Herz hatte sie nicht gefunden – es ging ihr schrecklich.

Da begegnete ihr ein Mann, der alles anders machen sollte. Vermutlich hatte sie zunächst davon gehört, dass Er der Retter Israels sein sollte. Wie es hiess, konnte Er auch in Finsternis gebundene Menschen befreien. Tatsächlich war Er gerade jetzt in Israel unterwegs. So musste sie sich irgendwann unter die Zuhörer gemischt haben. Sie hörte von Ihm Worte der Rettung – Rettung aus Sünden und Schuld. Sünden hatte sie viele begangen; sie hatte sich weit von Gott entfernt. Rettung brauchte sie gewiss und so glaubte sie diesem Mann, der von sich sagt:

«Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.»1

Maria Magdalena wurde eine neue Frau! Diesen Jesus von Nazareth, den Sohn Gottes, nannte sie von nun an «Herr» und «Meister» und folgte Ihm treu nach. Allerdings bedeutete diese «Abhängigkeit» nun keine Gebundenheit mehr. Sie erfuhr, dass die Worte des Herrn Jesus, dem Sohn Gottes, absolut wahr sind: «Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei.»2

Nach dem Kreuzestod ihres Herrn wollte sie Ihm nahe sein und so kam es, dass sie Ihn als Auferstandenen zuerst sah. Zunächst hatte sie Ihn in der Nähe Seines Grabes nicht erkannt und meinte, es sei der Gärtner – aber als Er ihren Namen aussprach, drang der wohlbekannte Klang ins Herz und sie rief ganz vertraut: «Meister!» So eng war die Verbindung zu Jesus Christus geworden. Maria Magdalena wurde nicht enttäuscht. Der für ihre Sünden starb und danach auferstand, der liess sie nicht alleine, der würde für immer in ihrem Herzen sein und sie, die einst in der Finsternis gefangen war, ins herrliche Licht des Himmels führen – unaussprechliche Gnade!3

Bild: Alpen-Heckenrose in Thun