Thessalonich (heute Thessaloniki) war im ersten Jahrhundert wohl ein Handelszentrum mit 50 000 bis 100 000 Einwohnern. Unter anderem gab es einen Augustus-, einen Archaischen-, einen Dionysios-Tempel und eine Synagoge. Als der Apostel Paulus um das Jahr 51 n. Chr. als ein Bote von Jesus Christus die Stadt betrat, suchte er zunächst die Synagoge auf, um aus den Schriften des Alten Testaments zu beweisen, dass Jesus der verheissene Retter der Welt sei. Speziell sprach er davon, dass Jesus Christus sterben und wieder auferstehen musste.1
Durch die Sünde entstand eine grosse Distanz zwischen Gott und den Menschen, das gaben auch einige der Juden und Griechen unter den Zuhörern zu. Ja, dieser liebende, grosse Gott war ihnen so weit in die Ferne gerückt – und alle Traditionen und Werke konnten dies nicht ändern. Doch Paulus fuhr fort, dass dieser Gott – genau um diese Kluft zu entfernen – Seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde gesandt hatte. Er trug am Kreuz unsere Sünde und jeder, der sich nun vertrauensvoll auf Jesus Christus stützt, darf freien Zugang zu Gott, dem Vater, haben.2 Wie tief diese Botschaft die Herzen dieser Thessalonicher erfüllt hatte, zeigte sich nun. Die Juden, erfüllt von Neid, zettelten einen Aufruhr an und Paulus musste die Stadt nach etwas mehr als drei Wochen fluchtartig verlassen, da sein Leben in akuter Gefahr stand.3 Die Gemeinde der Gläubigen in Thessalonich wuchs dagegen durch die Kraft Gottes trotz grossem Gegendruck.4 Ja, wer in Jesus Christus den Herzensfrieden gefunden hat, ist nicht bereit, diesen aufzugeben. Denn Seine Gnade ist mehr wert als alles in dieser Welt. Und Sein Friede vermag alles Leid in dieser Welt in den Schatten zu stellen.
Jesus Christus spricht: «Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht!»5
1) Apostelgeschichte 17,3 2) Johannesevangelium 3,16; Hebräerbrief 4,16 3) Apostelgeschichte 17,4-10 4) siehe 1. und 2. Thessalonicherbrief 5) Johannesevangelium 14,27
Bild: Jungfrau aus Mürren